Die Industriefotografie: Künstlerisch anspruchsvoll und einträglich zugleich
Die Industriefotografie ist ein besonders interessanter Bereich der Fotografie. Normalerweise wird man den Begriff „Industrie“ nicht mit etwas Schönem, Ästhetischem in Verbindung bringen. Doch wenn man sich einmal künstlerische Bilder von Raffinerien, Bohrinseln, alten Fabrikanlagen oder auch Bergwerken anschaut, wird man schnell feststellen, dass sie einen ganz besonderen Reiz ausüben, dass der Industriefotografie etwas ganz besonderes Faszinierendes anhängt.Die Industriefotografie vereinigt darüber hinaus zwei Vorteile auf sich: Zum einen hat sie, wie schon gesagt, einen hohen künstlerischen Anspruch, zum anderen kann man mit ihr vergleichsweise einfach Geld verdienen. Wer nicht gerade ein Fotostudio eröffnet und Passbilder, Hochzeitsfotos, etc. macht, sondern stattdessen versucht, mit künstlerischer Fotografie sein Geld zu verdienen, der wird schnell feststellen, dass die Industriefotografie die Möglichkeit eröffnet, beides zu tun: Sich als Künstler zu betätigen und gleichzeitig Geld zu verdienen.
Viele, die Industriefotografie betreiben, bekommen ihre Aufträge von großen Firmen. Diese versuchen zum Beispiel, mit Ausstellungen, die ihre Anlagen in künstlerischer Form präsentieren, ihr Image zu verbessern. Viele lassen auch Anlagen, die verschrottet werden und/oder vor dem Abbau stehen, für ihr Firmenarchiv fotografieren.Die Industriefotografie ist kein einfacher Bereich der Fotografie, in erster Linie deshalb, weil die Motive vergleichsweise ungewöhnlich sind. Menschen beispielsweise wird ein Fotograf andauernd vor die Kamera bekommen, aber eine Anlage zur Benzingewinnung? Da sind sowohl technisches Können als auch Kreativität und Kunstsinn gefragt.
Industriefotografie kann man an der Kunsthochschule als Schwerpunkt innerhalb des Studiengangs Fotografie belegen. Empfehlenswert ist auch ein Studium im Ausland; führend im Bereich der Industriefotografie sind die Amerikaner sowie die Franzosen.


