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Sportfotografie: Für viele ein Traumberuf

Es gibt wohl kaum einen Bereich der Fotografie, bei dem man Hobby und Beruf so gut miteinander verbinden kann wie bei der Sportfotografie. Andere zahlen, um ins Stadion zu gehen und sich ein Fußballspiel oder ein sonstiges Sportereignis anzugucken, der Sportfotograf muss nicht nur keinen Eintritt zahlen, nein, er bekommt sogar noch Geld dafür, dass er sich ins Stadion begibt.

Man muss allerdings auch sagen, dass die Sportfotografie auch Nachteile hat. Tatsache ist, dass eine steigende Zahl von Fotografen heute freiberuflich unterwegs sind, Festangestellte gibt es immer weniger. Nur mal ein Beispiel von einer Lokalzeitung aus Hessen: Die Sportfotografen sind dort das ganze Wochenende im Einsatz, müssen zehn Termine wahrnehmen, sprich, zehn Fotos schießen, und bekommen dafür gerade einmal eine Tagespauschale von 95 Euro.

Bild Trotzdem ist für viele die Sportfotografie immer noch ein Traumberuf, was man auch daran sieht, dass an der Kunsthochschule im Studiengang Fotografie die Sportfotografie Kurse immer schnell belegt sind. Interessant dabei ist, dass immer mehr Frauen an der Sportfotografie Interesse finden; zwar wird der Bereich immer noch von Männern dominiert, aber die Dominanz nimmt eindeutig ab.

Natürlich kann man Sportfotografie bis zu einem gewissen Grade lernen, aber man muss auch sehr viel Talent mitbringen, ohne dem geht es einfach nicht. Das Verhältnis „angeborenes Talent“ zu „erlernter Technik“ bei der Sportfotografie ist in etwa 50 zu 50, vielleicht sogar 60 zu 40. Wer wirklich gute Sportfotografie machen will, muss einfach das Gefühl dafür haben, im richtigen Augenblick abzudrücken – das kann man nicht erlernen, das hat man oder man hat es nicht.